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12. Sonntag nach Trinitatis

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3. September 2017

Liturgische Farbe:    grün  

Die Heilung des Blinden
Bild: Paula Jordan
© Verlag Johannis

Das Evangelium von der Heilung des Taubstummen ist das große Beispiel der Heilandstätigkeit des Herrn, der "den glimmenden Docht nicht auslöscht", sondern unsere Krankheit und unsere Armut von von uns nimmt. Eben diese, daß der Herr unser armes Leben rettet und seine Gnade "nicht spart", rühmt das Lied einer unserer großen Lobgesänge. Die Epistel vergleicht das "Amt" des Gesetzes" im Alten Bund mit der übergroßen Herrlichkeit des Amtes, das der neuen Gerechtigkeit, das heißt eben der Versöhnung und Heilung, dient. Der Eingangspsalm erbittet den Beistand Gottes ("Ich gehe einher in der Kraft des Herren"), und die Kollekte betet in der Gewißheit, daß uns Gott größere Wohltat erweist, als wir zu bitten wagen.

Agende für evangelisch-lutherische Gemeinden, Erster Band, 1962 Lutherisches Verlagshaus Berlin

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Introitus
Antiphon:
Herr, ich traue auf dich, laß mich nimmermehr zuschanden werden.
Psalm:
Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir aus.
Neige deine Ohren zu mir uns hilf mir!
Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen möge, der du zugesagt hast, mir zu helfen.
Denn du bist mein Fels und meine Burg.
Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen,
  aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen.
Denn du bist meine Zuversicht,
Herr, Herr meine Hoffnung von meiner Jugend an.
[Mein Mund soll verkündigen deine Gerechtigkeit,
  täglich deine Wohltaten, die ich nicht zählen kann.
Ich gehe einher in der Kraft des Herren,
  ich preise allein deine Gerechtigkeit.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
  und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

B wie am 5. oder 14. Sonntag nach Trinitatis

Kollekte
Allmächtiger, ewiger Gott, der du erhörest über Bitten und Verstehen und reicher beschenkest, als wir verdienen: wir bitten dich, erlaß uns, was unser Gewissen ängstet / und tu uns mehr zugute, als wir von dir zu bitten wagen.
Durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn / der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Epistel
2 Kor 3,4-9
Liebe Brüder, solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott.
Nicht daß wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott,
der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.
Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, so daß die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhörte,
wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Herrlichkeit haben?
Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wieviel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit führt, überschwengliche Herrlichkeit.

Halleluja
Halleluja.
Ich will den Herrn loben allezeit,
  sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
Halleluja.

Lied
Nun lob, mein Seel, den Herren (EG 289)

1. Nun lob, mein Seel, den Herren,
was in mir ist, den Namen sein.
Sein Wohltat tut er mehren,
vergiß es nicht, o Herze mein.
Hat dir dein Sünd vergeben
und heilt dein Schwachheit groß,
errett' dein armes Leben,
nimmt dich in seinen Schoß,
mit reichem Trost beschüttet,
verjüngt, dem Adler gleich;
der Herr schafft Recht, behütet,
die leidn in seinem Reich.
 
4. Die Gottesgnad alleine
steht fest und bleibt in Ewigkeit
bei seiner lieben G'meine,
die steht in seiner Furcht bereit,
die seinen Bund behalten.
Er herrscht im Himmelreich.
Ihr starken Engel, waltet
seins Lobs und dient zugleich
dem großen Herrn zu Ehren
und treibt sein heiligs Wort!
Mein Seel soll auch vermehren
sein Lob an allem Ort.
 
2. Er hat uns wissen lassen
sein herrlich Recht und sein Gericht,
dazu sein Güt ohn Maßen,
es mangelt an Erbarmung nicht;
sein' Zorn läßt er wohl fahren,
straft nicht nach unsrer Schuld,
die Gnad tut er nicht sparen,
den Schwachen ist er hold;
sein Güt ist hoch erhaben
ob den', die fürchten ihn;
so fern der Ost vom Abend,
ist unsre Sünd dahin.
 
5. Sei Lob und Preis mit Ehren
Gott Vater, Sohn und Heilgem Geist!
Der wolle in uns mehren,
was er aus Gnaden uns verheißt,
daß wir ihm fest vertrauen,
uns gründen ganz auf ihn,
von Herzen auf ihn bauen,
daß unser Mut und Sinn
ihm allezeit anhangen.
Drauf singen wir zur Stund:
Amen, wir werden's erlangen,
glaubn wir von Herzensgrund.
 
3. Wie sich ein Mann erbarmet
ob seiner jungen Kindlein klein,
so tut der Herr uns Armen,
wenn wir ihn kindlich fürchten rein.
Er kennt das arm Gemächte
und weiß, wir sind nur Staub,
ein bald verwelkt Geschlechte,
ein Blum und fallend Laub:
der Wind nur drüber wehet,
so ist es nimmer da,
also der Mensch vergehet,
sein End, das ist ihm nah.

 

Evangelium
Mk 7,31-37
Und als Jesus wieder fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der Zehn Städte.
Und sie brachten zu ihm einen, der taub und stumm war, und baten ihn, daß er die Hand auf ihn lege.
Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel und
sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf!
Und sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge löste sich, und er redete richtig.
Und er gebot ihnen, sie sollten's niemandem sagen. Je mehr er's aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus.
Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.

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